Eine andere "Kleinigkeit" ist der O-Ring der im Antrieb für den Verteiler durch die Nockenwelle steckt. Er soll verhindern, dass Öl in den Verteiler kommt. Das kann er aber nicht mehr, wenn er völlig veraltet und ausgehärtet ist. Ich vermute beim 2 Liter Motor war noch der erste drin - es hat gut 30 Minuten gedauert, den in Fragmenten rauszustochern...siehe Bild, zusammen mit einem neuen O-Ring.
Bei dem Schritt wurden atürlich auch die Simmerringe erneuert.
Fortsetzung: Motorenüberholung
Re: Fortsetzung: Motorenüberholung
Neben den "kleineren" Sachen hab ich auch einen wichtigen Meilenstein geschafft: alle vier Köpfe sind montiert!
Eigentlich kein schwerer Akt, wenn alles gut vorbereitet ist: Köpfe und Blöcke plan und sauber, Stehbolzen sauber eingedreht, Ventile eingebaut und im Einstellbereich, Öldüsen und Passhülsen eingesetzt, Kettenspanner gespannt geklemmt (2,4er), die neuen Kopfdichtungen liegen bereit... dann schön in Ruhe in mehreren Schritten kreisförmig das korrekte Drehmoment aufbringen...ich war dann aber doch froh, dass alles "sitzt" und sich nichts komisch weich angefühlt hat.
Eigentlich kein schwerer Akt, wenn alles gut vorbereitet ist: Köpfe und Blöcke plan und sauber, Stehbolzen sauber eingedreht, Ventile eingebaut und im Einstellbereich, Öldüsen und Passhülsen eingesetzt, Kettenspanner gespannt geklemmt (2,4er), die neuen Kopfdichtungen liegen bereit... dann schön in Ruhe in mehreren Schritten kreisförmig das korrekte Drehmoment aufbringen...ich war dann aber doch froh, dass alles "sitzt" und sich nichts komisch weich angefühlt hat.
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Alexander S
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- Registriert: Mi 8. Feb 2017, 18:29
- Dino: Fiat Dino 2,4 Spider
Re: Fortsetzung: Motorenüberholung
Respekt!
Re: Fortsetzung: Motorenüberholung
Es sieht einfach super aus...
Und auch, wenn ich in den 80er Jahren mal ein Jahr in den USA als Automechaniker ein Zubrot verdient habe und da auch Motoren gamcht habe... daran würde ich mich so ohne Weiteres nicht rantrauen.
Aber es sieht so aus, als wenn du rund um unsere Dinos richtig tiefes Wissen mitbringst. Ich lerne da jeden Tag noch dazu.
Und auch, wenn ich in den 80er Jahren mal ein Jahr in den USA als Automechaniker ein Zubrot verdient habe und da auch Motoren gamcht habe... daran würde ich mich so ohne Weiteres nicht rantrauen.
Aber es sieht so aus, als wenn du rund um unsere Dinos richtig tiefes Wissen mitbringst. Ich lerne da jeden Tag noch dazu.
Re: Fortsetzung: Motorenüberholung
Vielen Dank. Ja, irgendwie hab ich mich da richtig tief reingekniet - und es macht mir viel Spass. Dino ist ein faszinierendes Thema, die Geschichte, die Autos - anschauen und fahren, aber auch die Technik daran.
Jetzt war ein bisschen "Drecksarbeit" dran, Ölwanne und Dichtflächen reinigen. Obwohl der Motor noch nicht mal eine Tankfüllung gelaufen war, lag unten schon recht dreckiges Öl. Jetzt kann wieder frisches Öl rein. Ich überlege noch, ob ich weiter gutes mineralisches classic öl fahre oder auf Experten höre, die mir zu hochwertigem synthethischem Öl raten, deren Molekülketten stabiler sind und in einem komplett gemachten Motor eh keine alten Ablagerungen lösen können und die Dichtungen auch alle neu sind...
Jetzt war ein bisschen "Drecksarbeit" dran, Ölwanne und Dichtflächen reinigen. Obwohl der Motor noch nicht mal eine Tankfüllung gelaufen war, lag unten schon recht dreckiges Öl. Jetzt kann wieder frisches Öl rein. Ich überlege noch, ob ich weiter gutes mineralisches classic öl fahre oder auf Experten höre, die mir zu hochwertigem synthethischem Öl raten, deren Molekülketten stabiler sind und in einem komplett gemachten Motor eh keine alten Ablagerungen lösen können und die Dichtungen auch alle neu sind...
Re: Fortsetzung: Motorenüberholung
Dann ging es beim 2,4 Motor ans Einstellen von Steuerzeiten und Kettenspannung, bei ausgebautem Motor geht das deutlich einfacher als im Motorraum, aber auch so brauchte es einige Durchläufe, bis sich überall überlappende Löcher auf Zahnrad und Nockenwellenflansch bei korrekter Kettenspannung fanden. Ich musste bei einigen Ventilen das Ventilspiel nochmal korrigieren, es macht tw. einen Unterschied, wenn die Köpfe komplett auf dem Block montiert sind gegenüber der Voreinstellung auf der Werkbank.
Dann ging es an die Ventildeckel. Während die beim 2,4 mit Schrumpflack lackiert waren und noch ganz gut aussahen, waren die beim 2,0 schwarz lackiert, hatten aber schon Kratzer, Lackabplatzungen etc. Die 2,4 Deckel hab ich gereinigt und bin nochmal mit Schrumpflack drüber gegangen. Das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ich die 2,0 Deckel auch so gemacht habe. Beim Entlacken kam da nochmal klar raus, wie die Magnesiumdeckel ab Werk waren, nämlich mit olivbraungrauer Passivierung.
Mir ist dann noch etwas sehr interessantes aufgefallen: im Werkstatthandbuch steht ja, dass Köpfe und Ventildeckel gepaart sind und eigentlich nicht bearbeitet oder getauscht werden sollen. Und siehe da, finden sich doch tatsächlich entsprechende Nummern auf Ventildeckel und Kopf - matching numbers! Es ist erstaunlich, dass man immer wieder Neues lernt und entdeckt.
Dann ging es an die Ventildeckel. Während die beim 2,4 mit Schrumpflack lackiert waren und noch ganz gut aussahen, waren die beim 2,0 schwarz lackiert, hatten aber schon Kratzer, Lackabplatzungen etc. Die 2,4 Deckel hab ich gereinigt und bin nochmal mit Schrumpflack drüber gegangen. Das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ich die 2,0 Deckel auch so gemacht habe. Beim Entlacken kam da nochmal klar raus, wie die Magnesiumdeckel ab Werk waren, nämlich mit olivbraungrauer Passivierung.
Mir ist dann noch etwas sehr interessantes aufgefallen: im Werkstatthandbuch steht ja, dass Köpfe und Ventildeckel gepaart sind und eigentlich nicht bearbeitet oder getauscht werden sollen. Und siehe da, finden sich doch tatsächlich entsprechende Nummern auf Ventildeckel und Kopf - matching numbers! Es ist erstaunlich, dass man immer wieder Neues lernt und entdeckt.